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Forenübersicht » Informationen » Informationen zur Pflege (Stand 2016) » Welche Verfahrensregeln müssen eingehalten werden?

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Welche Verfahrensregeln müssen eingehalten werden?
Administrator
19 Beiträge
Damit die Pflegekasse überhaupt Kenntnis von der Pflegebedürftigkeit des Versicherten bekommt, muss ein Antrag gestellt werden. Bei der Krankenkasse erhält der Pflegebedürftige oder die Pflegeperson dafür einen Vordruck. Dieser wird ausgefüllt bei der Geschäftsstelle abgegeben. Wenn bereits vergleichbare Leistungen bezogen werden, ist es sinnvoll, zur Erleichterung der weiteren Bearbeitung die dazugehörigen Unterlagen in Kopie mit abzugeben.

Es gibt drei mögliche Termine, zu welchen die Sachleistung oder Pflegegeldzahlung nach der Antragstellung beginnen kann. Welcher für Ihren individuellen Fall gilt, hängt vom Zeitpunkt ab, zu dem die Pflegebedürftigkeit eintritt.

Wenn ein Antragsteller zum Zeitpunkt der Antragstellung weniger als einen Monat pflegebedürftig ist, seinen Antrag aber erst einige Wochen nach Eintritt der Pflegebedürftigkeit einreicht, gingen ihm theoretisch die Tage vor der Antragstellung verloren.

Der Antragsteller wird wie ein Versicherter unter Punkt 3 behandelt and erhält Leistungen vom ersten Tag des Monats der Antragstellung an.


Damit Leistungen gezahlt werden können, muss nach der Antragstellung die Pflegebedurftigkeit eingeschätzt werden. Diese Einschätzung nehmen Fachleute des Medizinischen Dienstes vor.\r\nWelche Pflegestufe vorliegt und welche Art der Pflege sinnvoll und notwendig ist, können die Betroffenen und ihre Pflegepersonen häufig nicht selbst einschätzen, zumal wenn die Pflegesituation kurzfristig und plötzlich eingetreten ist. Aus diesen Gründen besucht ein Gutachter des Medizinischen Dienstes den Pflegebedürftigen zu Hause. So kann er sich ein Bild von der häuslichen Umgebung und der individuellen Lebenssituation des Antragstellers machen.

Der Gutachter hat eine verantwortungsvolle und schwierige Aufgabe. Er muss die Pflegestufe und die erforderlichen Hilfen begutachten. Deshalb ist er ein fachlich qualifizierter und extra ausgebildeter Arzt, eine Pflegefachkraft oder Fachkraft des Gesundheitswesens.

Die Pflegepersonen oder der Versicherte können die Begutachtung unterstützen und vorbereiten, indem sie längerfristige Aufzeichnungen Ober den Pflegeverlauf anfertigen. Gerade bei seelisch und geistig Behinderten ist eine gut dokumentierte Vorgeschichte sehr hilfreich.

Es empfiehlt sich ein Pflegetagebuch amzulegen,
das Angehörige oder zukünftige Pflegepersonen ausfüllen und dem Gutachter dann überlassen können.

Auch die Anwesenheit der Pflegeperson erleichtert die Begutachtung. Sie kann den Hilfebedarf aus ihrer Sicht schildern und so dafür sorgen, dass nichts vergessen wird.

Der Medizinische Dienst begutachtet aber nicht nur, er stellt auch fest, ob and durch welche Maßnahmen die Pflegebedürftigkeit vielleicht beseitigt oder vermindert werden könnte oder ob eine Verschlimmerung verhindert werden kann. Hier werden auch Empfehlungen für Pflegehilfsmittel oder technische Hilfen gegeben.

In das Gutachten gehen alle Informationen mit ein, die der Gutachter fur die Beurteilung der Pflegebedürftigkeit benötigt. In dem Gutachten wird die Pflegestufe festgelegt. Der Pflegebedürftige erfährt dann schriftlich von seiner Krankenkasse, welche Leistungsansprüche er aufgrund der individuellen Einstufung hat.

Sollen Leistungen der vollstationären Pflege bezogen werden, wird die Einrichtung auch Ober Leistungen informiert.\r\nDarüber hinaus ergeht eine gesonderte Mitteilung Ober sinnvolle Maßnahmen zur Rehabilitation and Prävention.

Und zu guter Letzt werden im Falle der häuslichen Pflege die ehrenamtlichen Pflegepersonen Hinweise erhalten, wie sie die Pflege am besten sicherstellen können.Der Gutachter des Medizinischen Dienstes wird seinen Hausbesuch wiederholen and ein erneutes Gutachten erstellen, wenn der Pflegebedürftige eine höhere Pflegestufe beantragt.


In manchen Fallen, so wie in dem Beispiel von Herrn P., wird die Pflegebedurftigkeit durch einen Dritten verursacht. Dies kann z. B. ein Verkehrsunfall oder ein ärztlicher Behandlungsschaden sein.

In diesen Fällen erbringt die Pflegekasse Leistungen wie vom Gesetzgeber vorgesehen. Sie wird diese jedoch vom Unfallverursacher bzw. dessen Haftpflichtversicherer zuruckfordern. Wichtig ist, dass der Pflegebedürftige nicht unversorgt bleibt and dennoch die Kosten dem Verursacher übertragen werden.

So gehen die Schadenersatzansprüche zivilrechtlicher Art vom Pflegebedürftigen in der Höhe der erbrachten Leistungen auf die Pflegekasse Ober.

Sollte in Ihrem Fall eine solche Situation vorliegen, setzen Sie sich bitte mit der Pflegekasse in Verbindung, damit die erforderlichen Feststellungen vorgenommen werden können.
Beitrag vom 16.08.2008 - 11:26
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