Start Einloggen Einloggen Die Mitglieder Das Foren-Team Suchfunktion
19 Beiträge & 19 Themen in 3 Foren
Keine neuen Beiträge, seit Ihrem letzten Besuch am 22.11.2017 - 10:05.
  Login speichern
Forenübersicht » Informationen » Informationen zur Pflege (Stand 2016) » Wer erhält Leistungen der Pflegekasse?

vorheriges Thema   nächstes Thema  
1 Beitrag in diesem Thema (offen) Seiten (1): (1)
Autor
Beitrag
Admin ist offline Admin  
Wer erhält Leistungen der Pflegekasse?
Administrator
19 Beiträge
Jedes Mitglied der Pflegeversicherung, das einen Leistungsantrag gestellt hat und zwei Bedingungen erfüllt, erhalt Leistungen: Der Betroffene muss gemal3 den gesetzlichen Bestimmungen pflegebedürftig sein, und er muss bereits eine gewisse Zeit in die Pflegekasse eingezahlt haben. Was das im Einzelnen bedeutet, wird im Folgenden dargestellt. Der Gesetzestext definiert eindeutig: „Pflegebedürftig im Sinne des § 14 Sozialgesetzbuch XI sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, mindestens jedoch voraussichtlich für sechs Monate, in erheblichem Maße Hilfe benötigen.

Als weitere Bedingung muss der Pflegebedürftige eine gewisse Zeit bereits in die Pflegekasse eingezahlt haben, bevor er Leistungen beziehen kann. Dies ist die sogenannte Vorversicherungszeit. Seit 1.1.2000 muss in den letzten zehn Jahren vor der Antragstellung mindestens fünf Jahre in die Pflegekasse eingezahlt worden sein. Für familienversicherte Kinder gilt diese Zeit als erreicht, wenn ein Elternteil diese Bedingungen erfüllt.

Pflegebedürftige Krankheiten oder Behinderungen
Diese Behinderungen oder Krankheiten sind im Gesetz exakt bestimmt.
Es sind Verluste, Lahmungen und andere Funktionsstörungen am Stütz- und

Funktionsstörungen der inneren Organe oder Sinnesorgane
Störungen des Zentralen Nervensystems wie Antriebs-, Gedächtnis- oder Orientierungsstörungen sowie endogene Psychosen, Neurosen oder geistige Behinderungen.

Verrichtungen des Alltags
Auch dieser Passus des Gesetzestextes ist genauer beschrieben. Wenn durch die genannten Störungen (siehe oben) Einschränkungen in den Verrichtungen des Alltags auftreten, wird Hilfe gewahrt. Der Hilfebedarf bei diesen alltäglichen Dingen definiert den Betreuungsaufwand.

Körperpflege:
Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Kämmen, Rasieren, Darm- oder Blasenentleerung

Ernährung:
Mundgerechte Zubereitung oder Aufnahme der Nahrung

Mobilität:
Aufstehen und Zubettgehen, An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen oder Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung

Hauswirtschaftliche Versorgung:
Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wasche und Kleidung, Beheizen.

Ausmaß der Hilfebedürftigkeit
Ein weiterer Punkt zur Bestimmung der Leistung ist das Ausmaß der Hilfebeclürftigkeit bei diesen Verrichtungen. Hierbei orientiert man sich am zeitlichen Aufwand für die Pflege und an der Vielzahl der Verrichtungen, bei denen Hilfebedarf besteht.

Es müssen mindestens einmal täglich wenigstens zwei Verrichtungen der Unterstützung beclürfen. Diese Unterstützung muss in erheblichem oder höherem Maße notwendig sein. Um genau festzulegen, was „erheblich oder höher" bedeutet, sind drei Pflegestufen festgelegt worden, die es ermöglichen, so genau wie möglich den individuellen Aufwand der Hilfe einzuschatzen.

Der zeitliche Aufwand
Dabei wird der zeitliche Aufwand, der mindestens 90 Minuten pro Tag betragen muss, an der Leistungsfähigkeit eines Laien gemessen und nicht an dem Aufwand, den ein Profi eines Pflegedienstes dafür benötigen würde.

Die Dauer der Pflegebedürftigkeit
Die Pflegebedürftigkeit muss auf „Dauer" bestehen, d. h. voraussichtlich mindestens sechs Monate. Nun muss der Pflegebeclürftige aber nicht erst sechs Monate abwarten, bis er seine Ansprüche geltend machen kann. Die Pflegekasse wird Ober die Bedürftigkeit bereits vorher entscheiden, wenn
der Verlauf der Erkrankung absehbar ist. Die Mindestdauer von sechs Monaten wird auch dann nicht gefordert, wenn die Lebensspanne des Bedürftigen vermutlich kürzer sein wird. In diesen Fallen ist die Pflegebedürftigkeit in jedem Falle gegeben.
Alles in allem war der Gesetzgeber bei der Schaffung der Grundlagen der Pflegeversicherung bemüht, jedem Pflegebedürftigen und seinen Pflegepersonen gerecht zu werden und Entlastung zu schaffen.

Beitrag vom 17.08.2008 - 11:01
Diesen Beitrag melden   nach weiteren Posts von Admin suchen Admin`s Profil ansehen Admin eine E-Mail senden Admin eine private Nachricht senden Admin zu Ihren Freunden hinzufügen zum Anfang der Seite
Baumstruktur - Signaturen verstecken
Seiten (1): (1) vorheriges Thema   nächstes Thema

Gehe zu:  
Es ist / sind gerade 0 registrierte(r) Benutzer und 37 Gäste online. Neuester Benutzer: Admin
Mit 3108 Besuchern waren am 13.01.2016 - 17:50 die meisten Besucher gleichzeitig online.
Aktive Themen der letzten 24 Stunden | Foren-Topuser
 
  • Status

  • Besucher
    Heute:
    51
    Gestern:
    102
    Gesamt:
    199.159
  • Benutzer & Gäste
    1 Benutzer registriert, davon online: 37 Gäste
 
Powered by www.hth-c.com Copyright by www.lcl-online.de


Diese Website wurde mit PHPKIT WCMS erstellt
PHPKIT ist eine eingetragene Marke der mxbyte GbR © 2002-2012